Von Infekten und Ingwerwasser

Geschrieben von:
Britta Kessler

Veröffentlicht am:
7. Mai 2018

Am Anfang der Woche noch quietschfidel- Zack! hat es mich am Mittwoch erwischt. Die erste Erkältung seit gefühlten Ewigkeiten.

Alles halb so wild. Zum einen hat alles seinen Grund und zum anderen sind die Dinge immer das, was man draus macht. Deshalb wird dieser Blogbeitrag meine ganz persönliche Hausapotheke für euch!

Trainers triumphale Tricks bei tückischen Triefnasen

Trainieren oder nicht trainieren? Das ist hier die Frage!

Ihr hört es sicher nicht zum ersten Mal: Hier ist falscher Ehrgeiz nicht angebracht. Eine laufende Nase oder ein wenig Kratzen im Hals ist noch kein Grund gleich bettlägerig zu werden. Manchmal fühle ich mich in solchen Fällen nach einem kleinen Lauf sogar besser. Aber sobald die Bronchien betroffen sind oder Fieber und Gliederschmerzen dazu kommen, ist Trainingspause angesagt. Dein Körper hat gerade viel zu tun, um einen Erreger wieder vor die Tür zu setzen. Unterstütz ihn, indem Du ihn nicht zusätzlich über Gebühr forderst.

Heiße Dämpfe

Ob mit Handtuch über dem Topf oder mit Dampfinhalator aus der Apotheke: Inhalieren ist eins meiner Must-Haves bei Erkältung. Es wirkt direkt und hat keine Nebenwirkungen. Kamille, Kochsalzlösung oder ätherische Öle erreichen durch den Wasserdampf eure Schleimhäute und oberen Atemwege, lindern Schwellungen und befeuchten die gebeutelten Areale.

Wunderknolle

Mein absoluter Favorit. Ingwer gibt es an jeder Ecke. Schnell geschält, in Stücke geschnitten und mit heißem Wasser übergossen ist er nicht nur lecker sondern ein wahres Wundermittel. Erst recht kombiniert mit:

Flüssiges Gold

Das Antibiotikum der Natur. Ich esse ihn, ich löse ihn im Ingwerwasser auf und schmiere ihn mir auf die beinahe unumgänglich spröden Lippen. Okay, da hält er nicht lange, aber jede Sekunde zählt. Sonst gibt es hier ja immer mal wieder Empfehlungen für die Hamburger, aber heute sind mal die Westerwälder im Vorteil. Wem der beste Honig gerade gut genug ist, der ist hier goldrichtig. Gönnt euch!

Raus aus dem Bett

Diese Zeilen schreibt euch jemand, der großer Fan vom Ausschlafen ist. Momentan ist das bei mir nur noch selten drin (und wird dadurch nur umso kostbarer), im Erkältungsfall genieße ich dieses Privileg mit gutem Gewissen. Aber dann ist für mich ganz klar: Raus aus dem Bett. Den ganzen Tag nur von der linken auf die rechte Seite drehen macht den Körper schnell unglücklich und er revanchiert sich mit Nacken- und Rückenschmerzen. Eurem Kreislauf und Stoffwechsel tut ihr damit auch nichts Gutes. Bringt euren Körper auf Betriebstemperatur, er wird es euch danken.

Keine Macht dem Zombie Look

Ich sag mir: Geh duschen, zieh Dir was Nettes an und mach Dir die Haare. Du bleibst heute zu Hause, vielleicht klingelt erst der Postbote und dann der attraktive Nachbar, um sein Paket bei Dir abzuholen. Und selbst wenn nicht: Wer gut aussieht, fühlt sich gut. Und so eine Jogginghose hat was mit Deinem Bett gemeinsam: Wenn Du zwischendurch mal nicht drinsteckst, fühlt sich das Reinschlüpfen am Abend umso schöner an.

Sei ein Softie

Bei einer Triefnase bin ich ab dem ersten Schnäuzen absolut konsequent! Hier liegen immer extra weiche Taschentücher bereit – am liebsten mit Balsam. Küchenrolle, Toilettenpapier oder Servietten. Zusammen mit ein bisschen Bepathen vorm Schlafengehen das beste Mittel gegen eine wunde Nase.

And I will walk 500 miles

Training fällt hier diese Woche aus, Bewegung gibt es trotzdem. Es ist Zeit für alle Erledigungen, die in den letzten Wochen zu kurz gekommen sind. Schlendernd zu Fuß erledigt kommen da einige Schritte zusammen. Carlo freut sich über ausgiebige Spaziergänge – auch wenn ich ganz schön oft auf irgendeiner Parkbank sitze. Die ganze Sache macht doch ganz schön schlapp.

Stippvisite

Lasst euch besuchen. So ein netter Krankenbesuch mit Schokolade, Früchtesmoothie und wunderschönen Gute-Besserungs-Blumen ist gut für die Seele und lässt einen gleich fitter fühlen.

Lückenbüßer

Da saß ich – und hatte plötzlich etwas so, so Wertvolles: Zeit! Und jetzt, wo ein paar Tage verstrichen sind, bin ich rundum zufrieden, wie ich sie genutzt habe. Im Videotagebuch könnt ihr euch selbst ein Bild davon machen, womit ich meine Leerläufe im Tag gefüllt habe. Zu hundert Prozent auf der Höhe bin ich noch nicht, dafür weiß ich, dass ich entspannt und ohne To-Do-Altlasten in meine neue Woche starten kann.

Hosen runter

So, jetzt mal Butter bei die Fische und Klartext gesprochen. Krank wird man, weil da eine Schwachstelle im Immunsystem ist. Nachgewiesen ist, dass das Immunsystem am ehesten durch psychischen Stress geschwächt wird. Wie oft hört man “…und dann bin ich zu allem Übel auch noch krank geworden.”

Zusätzlich zum Klarschiff machen habe ich die Zeit genutzt, um nochmal Inventur zu machen. Mich vor den Spiegel zu stellen und mal nachzuhören, was los war.

Ich bin schnell auf die Dinge gestoßen, die mich in den letzten Wochen die meiste Energie gekostet haben. Ich habe schon letzte Woche darüber geschrieben: Es geht ums Zweifeln und alles-kaputt-denken. Innerhalb der letzten zehn Tage hatte ich ein paar Aha-Momente. Solche, bei denen Du etwas hörst, liest, erfährst, die Parallelen zu Dir selbst erkennst und sagt “Na klar!!! So ist das!” Und mein Ergebnis daraus: “Ich muss nur aufhören zu zweifeln und zu zögern. Ab dann wird sich alles richtig, richtig gut anfühlen, weil es richtig, richtig gut ist!”

Ich muss fast lachen, wenn ich das jetzt schreibe, denn diesen Satz höre ich von Tobi schon seit Wochen und Monaten. Aber ich wusste nie, wie. “Hör auf, Dir Sorgen zu machen. Lass Deine Angst los.” Hat das mal jemand zu Dir gesagt? Dann weißt Du vielleicht, wie hartnäckig Ängste sind. Und dass man manchmal nur allzu gerne an ihnen festhält. Klar, denn sie beschützen uns. Sie meinen es nur gut mit uns – und wenn wir nicht auf sie hören, rennen wir in unser Unglück (laut ihnen).

In meinem Kopf haben die Dinge ihren Schrecken verloren. Und ich kann meine Angst, die ich so lange mit mir rumgeschleppt habe, endlich loswerden.

Lektion verstanden, liebe Triefnase.

Wenn euch das allzu bekannt vorkommt, dann macht es mir nach. Hört in euch rein und seid mal ganz ehrlich zu euch. Ihr habt nichts zu verlieren.

An dieser Stelle, meine Lieben, bleibt mir nichts anderes, als euch und mir gute Besserung zu wünschen. In jedem Bereich unseres Tages und unseres Lebens. Habt eine wunderbare neue Woche!

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Britta Kessler

Das Verrückte am Sport ist: Je mehr Energie Du investierst, desto mehr hast Du hinterher. Ich habe mich deshalb in jeder Hinsicht für ein Leben voller Bewegung entschieden. Kein Tag ist wie der andere, und am Ende entscheidet, was wir für uns daraus gemacht haben.

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